Die Lage
Die Zinssenkung im Vereinigten Königreich und der Renditeanstieg in Japan signalisieren beide eine Neubewertung langlaufender öffentlicher und privater Vermögenswerte. Im Vereinigten Königreich senkt Kanzler Healey den Diskontsatz des Green Book auf 3 % und senkt damit die Hürde für langfristige öffentliche Projekte, eine direkte Reaktion auf ein Jahrzehnt, in dem die Verschuldung von 64 % des BIP auf 100 % des BIP gestiegen ist. In Japan steht die BOJ unter Druck, da die langfristigen Renditen ein Drei-Jahrzehnte-Hoch erreichen, und Gouverneur Ueda räumt Aufwärtsrisiken bei den Preisen nach fünf Zinserhöhungen ein. Die deutsche Fabrikproduktion fiel im Juli ggü. Vormonat um −1,1 %, wobei die Autoproduktion um −9,2 % zurückging, was die Argumente für eine Pause des Straffungszyklus der EZB verstärkt. Griechische Daten zeigen, dass die Importe im Juli ggü. Vorjahr um 10,7 % stark anstiegen, angetrieben durch Öl, während die Exporte um 15,9 % stiegen, was das Handelsdefizit vergrößerte und das Wachstum belastete.
Auf der Beobachtungsliste
- Am 2026-09-09 wird die Zinsentscheidung der EZB zeigen, ob der deutsche Produktionseinbruch die Politik in Richtung einer Pause verschiebt.
- Beobachten Sie die 30-jährige JGB-Rendite: Ein anhaltender Ausbruch über das Drei-Jahrzehnte-Hoch würde die BOJ zwingen, einen schnelleren Straffungspfad zu signalisieren.
- Am 2026-09-10 wird die monatliche BIP-Veröffentlichung des Vereinigten Königreichs zeigen, ob sich die Senkung des Diskontsatzes in Investitionsdynamik der Unternehmen niederschlägt.
- Beobachten Sie die griechische Handelsbilanz für August: Ein anhaltendes ölbedingtes Defizit würde den Trend bestätigen und die Leistungsbilanz belasten.