Die Lage
Die Tageserzählung wird von einem sich verstärkenden El Niño dominiert, der nun eine 90 %-Chance auf ein sehr starkes Ereignis hat, was den Inflationsschock aus dem Nahostkonflikt verstärkt. Eine Studie der Dallas Fed zeigt eine Null-Ölangebotselastizität kurzfristig, was bedeutet, dass Ölpreisspitzen anhaltender und inflationärer sind als bisher angenommen. Dies ist im Euroraum sichtbar, wo die Inflation trotz des Energieschocks auf 2,8 % zurückging, und in Afrika, wo die BIS erhöhten fiskalischen Druck durch höhere Energie- und Düngemittelpreise meldet. Die Notenbanken navigieren durch diese Querströmungen: Die Bank of England stellt fest, dass Mag-7-Gewinnschocks global übertragen werden, während die Fed private Kredite und Leveraged-Loan-Märkte vergleicht, jeweils 1,4 Bio. $ In Europa sind die Renditen deutscher Anleihen im vergangenen Jahr stark gestiegen, und das Eurosystem hat die Zinsen gesenkt, während es seine Bilanz verkleinert hat. In der Zwischenzeit bleibt das monetäre Finanzierungsverbot der EU streng und bedingungslos, und die deutsche Regierung lehnte das Aktientausch-Angebot von UniCredit für Commerzbank ab, was Vorsicht bei grenzüberschreitender Bankenkonsolidierung signalisiert. Weithin berichtet, hielten mehrere Notenbanken die Zinsen stabil, und die globalen Inflationsdaten für Juli zeigen gemischte Signale, mit Japans Erzeugerpreisindex um 7,2 % und Deutschlands VPI bei 2,8 %.
Auf der Beobachtungsliste
- Bundesbank-Auktion für die 3 %-Bundesanleihe fällig am 2036 am 18. August 2026
- Abweichung der Inflation im Euroraum von 2,8 % in den kommenden Veröffentlichungen
- WTI-Preisreaktion auf weitere Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten
- UniCredits nächster Schritt bei Commerzbank nach dem abgelehnten Aktientausch
- 10Y-2Y OFZ-Spread weitere Einengung nach Aussetzung der Auktionen durch das Finanzministerium